Eröffnung der Mausbergfests zieht viele Besucher an
Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen strömten die Wallfahrer wieder sehr zahlreich zur Wallfahrtskirche unserer lieben Frau vom Mausberg (Pfarrei Gebenbach). Die Wallfahrt konnte bereits im vergangenen Jahr ihr 325-jähriges Bestehen feiern.
Bereits in den Tagen zuvor hatten fleißige Frauen aus der Pfarrei unter der Leitung von Anna Flierl und Martina Schöpf den Kreuzweg hinauf auf den Berg wieder wunderschön geschmückt, und auch vor der Wallfahrtskirche einen Blumenteppich gelegt. Am Sonntagmorgen lieferten das Mausbergfestteam und die Frauen der Familiengemeinschaft zahlreiche Kuchen an, die viele Unterstützer aus der Pfarrei gebacken hatten. Diese wurden in der Kuchentheke präsentiert. Ein so reichhaltiges Kuchenbuffet findet man vermutlich sonst auf keinem der umliegenden Bergfeste.
Bürgermeisterin, Kirchenpflegerin und Mesnerin Susanne Lindner sagte in ihrem Grußwort, dass das Mausbergfest in diesem Jahr etwas Besonderes sei, da es heute von Bischof Rudolf eröffnet wurde und am kommenden Sonntag durch Weihbischof Josef Graf beendet werde. Somit habe die Pfarrei Gebenbach in diesem Jahr wieder die Ehre, zwei Bischöfe auf dem Wallfahrtsberg begrüßen zu dürfen.
Denn zum Eröffnungsgottesdienst zu dem auch die treuen Fußwallfahrer aus Ursulapoppenricht kamen, zelebrierte dann auch Diözesanbischof Rudolf Voderholzer. Nach der Begrüßung durch Pfarrvikar Christian Preitschaft zeigte sich Bischof Rudolf sehr erfreut, wieder auf den Mausberg zu sein. Er drückte seine Freude darüber aus, dass die Bergfestwoche in jedem Jahr auch wieder inhaltlich neugestaltet werde. Zu einem solchen Fest gehörten zwar auch die Bratwürste, aber die Mitte sei die gottesdienstliche Versammlung und die Stärkung im Glauben.
In seiner Predigt ging der Oberhirte dann auf das Thema des Tages ein. Mariens gelebte Liebe zu Gott kam vor allem im Gebet der Gottesmutter, dem Magnificat zum Ausdruck. Darin preise Maria die Größe des Herrn und sei uns dafür ein Vorbild. Der Himmel sei Gemeinschaft mit Gott und das übersteige unsere Vorstellungen.
Aus aktuellem Anlass verwies der Bischof noch auf ein pastoraltheologisches Buch, welches über die Situation in unserem Land sehr realistisch reflektiere, mit dem Titel: „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt.“ Das Buch beschreibe die Haltung nicht weniger unserer Zeitgenossen. Der Bischof wolle nicht urteilen über Menschen, die so redeten, aber bei näherem Hinsehen stellte er fest: Wenn die Gemeinschaft mit Gott der Himmel sei, dann sei das Fehlen von Gott die Hölle. Alles fehle, wenn Gott fehle! Was müsse das für ein armes Leben sein, wenn man sogar vergessen habe, dass man Gott vergessen habe, wie jemand es einmal ausgedrückt habe, fragte er.
Die Gebenbacher Blasmusik gestaltete den Pontifikalgottesdienst musikalisch wieder gewohnt feierlich und wie der Bischof meinte, schwungvoll. Danach stärkten sich der Bischof und die Gäste bei den beiden Festbetrieben auf den Berg. Das laue Wetter ließ die Besucher auch am Nachmittag noch zu Hunderten auf den Berg strömen, wo Pfarrer Miachel Birner ebenso nochmal einen Gottesdienst feierte.
Da lässt es sich aushalten – bei Bier, Spezi, Bratwürsten und heuer auch erstmals Pizza. So wie diese Gäste aus Vilseck, die sich schon auf das Kreuzbergfest kommende Woche einstimmen.

Alle Hände voll zu tun hatten die Frauen um Anna Flierl (2. von links), die Kränze zum Schmücken der Kreuzwegstationen zu flechten und mit Blumen zu schmücken.

Einen wunderschönen Blumenteppich haben die Frauen um Martina Schöpf auch wieder vor dem hauptportal der Wallfahrtskirche gelegt
Die Gebenbacher Blasmusik übernahm unter der Leitung von Angelika Schöpf die musikalische Gestaltung des Pontifikalgottesdienstes.
Ein kleiner Auszug aus dem leckeren Kuchenbuffet der Familiengemeinschaft auf dem Mausberg. Der größte Teil ist noch in den Kühlschränken zur Kühlung verstaut.
Text: Wolfgang Schöpf, Bilder: Wolfgang Schöpf, Josef Flierl