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Gottesdienst am Frauentag: Kinder loslassen, jedoch die Türe und das Herz offenhalten

Zum Gottesdienst am Tag der Frauen, konnte als Festprediger Pfarrer Moses Gudapati auf dem Mausberg begrüßt werden. Auch die Zweigvereine der Frauenbünde aus Vilseck, Sulzbach-Rosenberg, Hahnbach, Hirschau, Schnaittenbach und Illschwang waren zum Festgottesdienst gekommen. Pfarrvikar Christian Preitschaft konnte ebenso die stellv. Diözesanvorsitzende des Frauenbundes Kerstin Aufschneider, sowie Edeltraud Kraus vom Bezirk Amberg-Sulzbach willkommen heißen.
In seiner Predigt ging Pfarrer Moses auf den wiedergefundenen, zwölfjährigen Jesus ein. Maria sei eine Mutter, die sich um ihren Sohn sorge und Angst habe, weil sie ihn liebe. Auch heute gebe es Mütter die sich fragten: „Wo ist mein Kind?” Nicht unbedingt räumlich gesehen. Vielleicht sei das Kind längst erwachsen und lebe sein eigenes Leben, jedoch habe es sich innerlich entfernt Manche Eltern hätten ihren Kindern den Glauben und christliche Werte mitgegeben. Sie hätten gehofft, dass das was ihnen wichtig sei, auch für die nächste Generation wichtig bleibe. Dann komme vielleicht der Moment, wo das Kind sage: „Das ist nicht mein Weg.” Das müssten Eltern akzeptieren, auch wenn es schmerze. Wir könnten unsere erwachsenen Kinder nicht mehr an der Hand führen wie früher. Wir könnten ihnen nicht alle Entscheidungen abnehmen und Irrwege ersparen. Aber wir könnten ihnen eine offene Türe und ein offenes Herz bereithalten. Wir meinten manchmal, wir müssten uns nahestehenden Menschen immer eine Lösung bereithalten, jedoch gehe das nicht immer. Manchmal müssten wir schweigen oder nur eine Hand halten. Manchmal könnte eine Umarmung etwas sagen, wofür viele Worte nicht ausreichten. Vielleicht brauche gerade heute diese Umarmung jemand hier auf dem Mausberg. Eine Mutter, die um ihr Kind weine, oder eine Großmutter, die sich Sorgen um ihre Enkel mache. Vielleicht auch jemand, der einfach nur darauf wartet, dass ihn jemand in den Arm nimmt. Maria verstehe solche Herzen. Sie kenne die Freude einer Mutter, aber auch ihre Ängste.
 

Zahlreiche Vertreterinnen der Frauenbünde waren mit ihren Fahnenabordnungen zum Gottesdienst auf den Mausberg gekommen. Pfarrer Moses Gudapati von der Pfarreiengemeinschaft Johannisberg (mitte) feierte mit ihnen die Messe und hielt die Predigt.
 

Die Herzensblecher von der Blasmusik Gebenbach gestalteten den Gottesdienst sehr schwungvoll und souverän gekonnt. 
 

Auch im Festzelt der Pfarrgemeinde übernahmen die Frauen das Zepter am Ausschank. Die Männer durften dafür den Job als Bedienung erledigen.

Text und Bilder: Wolfgang Schöpf
 
 

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