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Weihbischof Josef Graf beendet überaus erfolgreiches Mausbergfest

Trotz regnerischen Wetters hatten am zweiten Festsonntag wieder zahlreiche Besucher den Weg hinauf auf dem Mausberg angetreten und feierten die Gottesdienste und das Ende der Festwoche.
 
Beschaulich, wie man es in Gebenbach auf dem Mausberg immer gerne hat, endete die Festwoche. Nachdem am Sonntagmorgen Regen eingesetzt hatte, war auch die Zahl der Wallfahrer auf dem Mausberg eher überschaubar. Nicht abhalten konnte dies jedoch die Wallfahrtsgruppen aus Hirschau-Ehenfeld und Aschach-Raigering, die trotzdem den Fußmarsch auf den Berg angetreten hatten. Bereits zur Frühmesse mit Pfarrvikar Christian Preitschaft hatte sich das Gotteshaus wieder weitgehend gefüllt. Zum Hauptgottesdienst rückten dann die Besucher etwas zusammen und nutzten die zahlreich überdachten Plätze im Außenbereich.
 
"Restlose Offenheit für Gottes Liebe"
Diakon Dieter Gerstacker griff das Thema "Der Mensch soll vollkommen sein“ auf. In der Logik Gottes bedeute dies jedoch etwas ganz anderes als das, was die Menschen darunter verstünden. Nicht die Gesundheit und heil zu sein an Leib und Seele, stehe an vorderster Stelle, sondern die restlose Offenheit für Gottes Liebe. Doch diese Vollkommenheit stoße immer wieder an ihre Grenzen "und wir könnten ihr nicht gerecht werden". Maria sei ein Mensch wie wir, jedoch mit dem Unterschied, dass sie dieser vollkommene Mensch im Sinne Gottes sei, fügte Gerstacker an. Ein Projektchor aus der Pfarrei Gebenbach gestaltete den Gottesdienst musikalisch.
Nachdem Diözesanbischof Rudolf Voderholzer die Festwiche einen Sonntag zuvor eröffnet hatte, beendete Weihbischof Josef Graf sie als Zelebrant und Festprediger des Abschlussgottesdienstes. In seiner Predigt sagte der Bischof, unsere Vorfahren hätten ein gutes Gespür gehabt. Die starke Marienverehrung gründe auch darin, dass es den Menschen damals leicht gefallen sei, in Maria eine von ihnen zu sehen. Eine Frau aus dem Volk, nicht eine der Mächtigen der damaligen Welt. "Ihr dürfen wir besonders unsere Sorgen um die Kinder und Enkelkinder anempfehlen", sagte Graf zu den Gläubigen. Maria sei die neue Eva, "die uns an der Hand nimmt, damit wir nicht die alte sündige Eva und der alte, in der Sünde verhaftete Adam bleiben". Die musikalische Gestaltung übernahmen die Geschwister Schöpf zusammen mit Renate Scherer-Mende und der Gebenbacher Stubenmusik unter der Leitung von Rita Butz.
Eine positive Bilanz des Bergfestes zog indes Pfarrvikar Christian Preitschaft, der das kirchliche Programm der Festwoche zusammengestellt hatte. Er habe den Eindruck, dass der Kirchenbesuch nicht nachlasse beziehungsweise sogar wieder gesteigert wurde, so Preitschaft. Die Festwoche solle als Stärkung und Vertiefung des Glaubenslebens verstanden werden. Das liturgische Angebot habe zur eigenen Frömmigkeit und dem Gebetsleben der Wallfahrer beigetragen und seiner Ansicht nach die Absicht, die dahinterstand, entsprechend gut erfüllt.

Enorme Hilfsbereitschaft
Josef Rumpler, der den Festbetrieb für die Pfarrgemeinde mit organisiert, zeigte sich ebenso beeindruck vom überaus positiven Zuspruch der Besucher. Viele würden die Idylle und Beschaulichkeit auf dem Mausberg genießen und das ehrenamtliche Engagement der Helferinnen und Helfer überaus positiv bewerten. Auch die Organisation und der Umgang mit den Besuchern seien sehr professionell. Tief beeindruckt zeigte sich Rumpler auch heuer wieder von der enormen Hilfsbereitschaft innerhalb der Pfarrgemeinde. Es sei eine eingeschworene Gemeinschaft und nicht wenige würden sich das ganze Jahr über auf ihren Einsatz am Mausberg freuen.
Die Unterstützung im Hintergrund nannte Rumpler "überwältigend". Anders könne er sich nicht erklären, warum einzelne Frauen beispielsweise 15 oder gar 17 Kuchen – und das meiste davon Torten – für das Mausbergfest backen. Die Organisation des Mausbergfestes sei zwar jedes Jahr eine enorme Herausforderung, "aber der alljährliche Erfolg und die Anerkennung vieler Besucher rechtfertigten den Aufwand und machten auch ein wenig stolz, die Pfarrgemeinde weit über ihre Grenzen hinaus positiv zu repräsentieren", meinte der Mitorganisator.

Den Festgottesdienst zum Abschluss der Mausbergfestwoche zelebriert Weihbischof Josef Graf (3. v. links) zusammen mit Pater Alfred Lindner, Diakon Dieter Gerstacker (Assistenz) und Pfarrvikar Christian Preitschaft (v. links)

In feierlicher Prozession zog der Bischof mit dem liturgischen Dienst in die vollbesetzte Wallfahrtskirche

Auch viele Weltchristen sind bei der Gestaltung der zahlreichen Gottesdienste beim Mausbergfest eingebunden, wie hier Theresa Schöpf als Lektorin

Text und Bilder: Wolfgang Schöpf

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